Home

Das Stück

Der Ort

Die Idee

Das Ensemble

Information & Tickets

Die Partner

Presse

Material

Kontakt / Impressum

Die 1971 in Washington D. C. uraufgeführte „Mass“ entstand als Auftragskomposition für Jacqueline Kennedy, die sie dem Andenken ihres 1963 erschossenen Ehemanns, des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, widmete. Auch nach mehr als 30 Jahren besticht das Werk durch eine Aktualität, die jeden in seinen Bann zieht. Orientierungslosigkeit, Unsicherheit und Zweifel bestimmten das heimliche Lieblingswerk des Komponisten der West Side Story. Der Konflikt des Menschen mit seinem Glauben und die Verteidigung der eigenen Überzeugung durchlebt exemplarisch die Hauptperson, der „celebrant“. Im Konflikt mit den Zweiflern und Fragen, jungen Menschen im „streetchoir“, gerät er an den Rand der Verzweiflung.. Den „celebrant“ sing und spielt in Lüneburg John Cashmore, der einst von Bernstein persönlich für diese Rolle vorgeschlagen wurde und sie seitdem weltweit verkörpert.

Zwischen sehr frei verwendeter Kirchenliturgie, symphonischen Klängen, Jazz-Rhythmen, Gospel, Rock und Blues vereinigt „Mass“ alle Musikstile des 20. Jahrhunderts und löst damit die klassische Milieuzuordnung auf. Klassikhörer, Musicalbesucher und Popfans kommen bei „Mass“ auf ihre Kosten. Inhaltlich ist das „theatre piece“ weit mehr als ein schließlich scheiternder Versuch, die traditionelle Feier einer Messe trotz von außen einstürmender Zweifel und Ängste zu begehen. „Mass“ schickt die Zuhörer auf eine individuelle Suche nach den eigenen Orientierungslinien, Hoffnungen und Erwartungen, denn, so Leonard Berstein selbst, „ein Kunstwerk gibt keine Antwort auf Fragen, es fordert sie heraus.”

Für insgesamt fünf Vorstellungen im Mai dieses Jahres ist das Theater Lüneburg mit Orchester, Chor, Solisten und „Weltstar“ John Cashmore zu Gast in der St. Johannis Kirche. Seien Sie dabei!


Leonard Bernstein

Der amerikanische Komponist und Dirigent russisch-jüdischer Abstammung wurde am 25. April 1918 in Massachusetts geboren. Leonard Bernstein studierte an der Harvard Universität und arbeitete bereits 1943 als Assistant Conductor des New York Philharmonic Orchestra.

Seinen Durchbruch erreichte er im selben Jahr, mit der Aufführung von Schumanns Manfred-Ouvertüre und Strauss’ Don Quixote, die landesweit im Rundfunk übertragen wurden. Bernstein war erster US-amerikanischer Musikdirektor am New York Philharmonic Orchestra, regelmäßiger Gastdirigent der Wiener Philharmoniker und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Seinen größten Erfolg feierte er jedoch mit dem Musical West Side Story, welches 1957 erstmalig auf Bühne zu sehen war.
Als seine letzte Produktion in Deutschland dirigierte er 1989 Bethovens Neunte Symphonie in Berlin.

Im Oktober 1990 starb Leonard Bernstein an den Folgen eines Herzinfarkts.